Fotografische Laufbahn von H. Knoke

Am Anfang meiner fotografischen Laufbahn standen Fotos von Familienmitgliedern und Urlaubsfotos. Viele Jahre lang waren das Kleinbild- später Mittelformatdias. Dann wurde ein SW Labor angeschafft sowie größere Kameras – u.a. die sicherlich weitgehend unbekannte, aber als Panoramakamera erschwingliche -chinesische Gaoersi (Rollfilm, Bildformat 6 mal 12 cm!) und das feinmechanische Wunderwerk einer Laufbodenkamera der Fa. Linhof (heute ein Ausstellungsstück). Damit wurden überwiegend Schwarz-Weiß-Filme belichtet – und Portraits sowie Natur und Landschaftsaufnahmen fotografiert. Da ich mich am Zonensystem orientierte, war ich schlussendlich mit mehreren Kameras (nebst Stativ) unterwegs, um meine Schwarzweißfilme jeweils kontraststeigernd oder -mindernd einsetzen zu können.

Später erfolgte der Übergang zur digitalen Fotografie, eine wunderbare Erleichterung, da die überwiegend im RAW-Format gemachten Aufnahmen Entwicklungsmöglichkeiten für verschiedene Bildergebnisse beinhalten (Schwarzweiß, Farbe, Panorama). Digitale Bildbearbeitungen kann man zudem jederzeit unterbrechen und später wiederaufnehmen und muss keine üblen Gerüche ertragen. Allerdings liegt es mir fern, die traditionellen Formen der Fotografie abzuwerten – ich schätze die „demokratische“ Seite der Fotografie, in der traditionelle und moderne Techniken gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Gelegentlich nehme ich teil an Wettbewerben und organisiere kleine Ausstellungen – die Aufnahme einer Krabbenspinne, die eine Biene erbeutet hat, belegte bei Wikimedia „Wiki Loves Earth“ 2015 den vierten Platz (bei rund 100 000 Einsendungen).

Länger schon schwebte mir eine kreative Modifikation oder Manipulation des Bildes vor – auch dabei kam mir die digitale Technologie sehr entgegen. Es entstand die Serie „Hauptstadt Comix“ – ausschließliche stark überarbeitete Bilder aus Berlin, die 2015 im Göttinger Klinikum ausgestellt wurden.

Inzwischen montiere ich Bildelemente ganz frei oder kombiniere sie mit digitalen Zeichnungen und habe damit nochmals ein ganz neues Areal betreten. Meine Bilder kann ich mit eigenem Fotodrucker auch in recht großen Formaten selbst ausdrucken.